Band I · Anpassen

Video-Sprechstunde und Fernbehandlung: erlaubt, aber nur im Einzelfall

Für Arztpraxen und MVZ: der Prüf-Ablauf für Anbieter, Grenzen, Haftung und Werbung, damit eine größere Quote nicht mit weniger Sorgfalt verwechselt wird.

Baustein 4 von 6 · Band I · Anpassen

  • Band I · Einzelthema
  • 10 Kapitel
  • 14 Seiten
  • PDF-Sofort-Download
  • Geprüft nach 20 AppCore-Modulen

Die Quote für ausschließlich per Video behandelte Fälle wurde deutlich angehoben. Die Anforderungen an den Einzelfall sind dabei unverändert geblieben: ärztliche Vertretbarkeit, Facharztstandard, und ein Werbeverbot, dessen Beweislast bei der Praxis liegt. Bei einem Verstoß drohen Abmahnungen und aufsichtsrechtliche Prüfungen gleichzeitig — oft ohne Vorwarnung. Dieser Guide zeigt alle drei zusammen, mit einer echten Anbieterauswahl statt einer nur scheinbar langen Liste.

Zehn Kapitel

Was Sie bekommen

Als PDF, sofort zum Download.

Warum ausschließlich nicht beliebig ist

Höhere Quote vs. gleichbleibende Sorgfaltspflicht

  • Eine höhere Video-Quote ändert nichts an der gleichbleibenden ärztlichen Sorgfaltspflicht
  • Doppel-Risiko: Abmahnung wegen Werbeverstoß und Haftung bei fehlender Einzelfallprüfung
  • Betrifft jede ausschließlich per Video durchgeführte Behandlung gleichermaßen
Doppel-Risiko einordnen

Die Grundregel

Der berufsrechtliche Ausgangspunkt

  • Ärztliche Vertretbarkeit und Facharztstandard bleiben auch bei Video-Behandlung Pflicht
  • Der berufsrechtliche Ausgangspunkt gilt unabhängig vom eingesetzten Tool
  • Eine höhere Quote ersetzt nicht die Einzelfallprüfung jeder Behandlung
Grundregel anwenden

Die Anbieterliste

Warum die Auswahl kleiner ist, als sie scheint

  • Nur zertifizierte Anbieter erfüllen die Anforderungen an eine Videosprechstunde
  • Die tatsächlich geeignete Auswahl ist kleiner, als eine erste Marktübersicht vermuten lässt
  • Konkrete Kriterien helfen bei der eigenen Anbieterauswahl
Anbieterliste einordnen

Wo die Grenze verläuft

Klare Grenzen und ein breiter Graubereich

  • Manche Fallgruppen sind klar für Video-Behandlung geeignet, andere klar ungeeignet
  • Dazwischen liegt ein breiter Graubereich, der eine sorgfältige Einzelfallprüfung verlangt
  • Konkrete Beispiele helfen bei der eigenen Einordnung
Grenzen erkennen

Die Haftungsfrage

Mit ehrlicher Einordnung der offenen Rechtsprechung

  • Zur Haftung bei Video-Behandlungsfehlern fehlt bislang höchstrichterliche Rechtsprechung
  • Die bestehende Rechtsunsicherheit wird offen benannt, statt sie zu verschweigen
  • Praktische Anhaltspunkte helfen bei der eigenen vorsichtigen Einordnung
Haftungsfrage einordnen

Das Werbeverbot

Beweislast bei der Praxis, mehrfach gerichtlich bestätigt

  • Das Werbeverbot für Fernbehandlung wurde mehrfach gerichtlich bestätigt
  • Die Beweislast für eine zulässige Werbeaussage liegt bei der Praxis selbst
  • Ein häufig unterschätztes, aber gerichtsfest belegtes Risiko
Werbeverbot verstehen

Technik und Datenschutz

Was die Zertifizierung allein nicht abdeckt

  • Eine Anbieter-Zertifizierung deckt nicht automatisch alle Datenschutz-Anforderungen ab
  • Technische und datenschutzrechtliche Prüfung bleiben zusätzlich erforderlich
  • Ein häufiges Missverständnis, das zu falscher Sicherheit führt
Technik und Datenschutz prüfen

Prüf-Ablauf

Fünf Schritte zur vollständigen Absicherung

  • Fünf-Schritte-Vorgehen von der Anbieterauswahl bis zur vollständigen Absicherung
  • Jeder Schritt mit konkretem Ergebnis, nicht nur Empfehlung
  • Deckt medizinische, rechtliche und technische Anforderungen gemeinsam ab
Prüf-Ablauf anwenden

Checkliste zum Ausdrucken

Grundlage bis Werbung

  • Druckfertige Checkliste für die eigene Redaktion
  • Deckt Grundlage, Anbieterauswahl und Werbung ab
  • Direkt einsetzbar ohne juristisches Vorwissen
Checkliste sichern

Wo dieser Guide endet

Guide, Audit und ExpertSeal im Zusammenspiel

  • Guide erklärt das Verfahren, der Audit prüft die eigene Website
  • ExpertSeal für die rechtsverbindliche Bewertung eines konkreten Falls oder einer Werbeformulierung
  • Regelmäßige Wiederholung wegen der offenen Rechtsfragen empfohlen
Nächste Schritte sichern

Wichtiger Hinweis

Wo dieser Guide endet

Dieser Guide erklärt das Verfahren zur Videosprechstunde allgemein. Er ersetzt keine medizinische Leitlinie und bewertet keinen konkreten Behandlungsfehler abschließend. Eine verbindliche Einschätzung läuft über ExpertSeal und die Vermittler-Funktion. Der Kauf dieses Guides allein begründet kein Mandatsverhältnis.

medivendis Redaktion Compliance-Redaktion, medivendis

Verfasst nach der Prüf-Systematik der 20 AppCore-Module, mit Fokus auf die besonderen Anforderungen medizinischer Praxis-Websites.

  • Fernbehandlung
  • HWG
  • Praxis-Websites

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Fragen vorab

Häufige Fragen zum Guide

Nein. Der Guide erklärt das Verfahren zur Videosprechstunde allgemein und ordnet Anbieterauswahl, Grenzen und Werbeverbot nachvollziehbar ein. Er bewertet keinen konkreten Behandlungsfehler oder keine konkrete Werbeformulierung rechtsverbindlich, sondern vermittelt das Handwerkszeug für die eigene Absicherung. Eine verbindliche Einschätzung für Ihre konkrete Situation läuft über ExpertSeal und die Vermittler-Funktion, die Rechtsanwälte mit Erfahrung im Medizin- und Werberecht vermittelt.

Mandat
Nein
Technische Anleitung, keine Rechtsberatung

Der eigentliche Checkout mit Sofort-Download ist noch im Aufbau, die Zahlungsanbindung folgt in den kommenden Wochen. Bis dahin melden Sie Ihr Interesse formlos per E-Mail an audit@medivendis.de an und nennen kurz, für welchen Guide Sie sich interessieren. Wir melden uns direkt mit den nächsten Schritten und informieren Sie, sobald der reguläre Kauf-Weg mit sofortigem PDF-Download live geschaltet ist.

Zugriff
Im Aufbau
Aktuell: E-Mail-Anfrage. Später: Sofort-Download

Ja, das berufsrechtliche Grundprinzip gilt fachgebietsübergreifend, konkrete medizinische Grenzen können je Fachgebiet variieren. Die Anforderungen an Anbieterauswahl und Werbeverbot gelten fachübergreifend für jede Praxis mit Videosprechstunden-Angebot. Die im Guide erklärte Prüf-Systematik lässt sich auf die jeweils eigene Fachrichtung übertragen, medizinische Detailfragen bleiben aber fachspezifisch.

Zielgruppe
Alle Praxisformen
Alle Praxen mit Videosprechstunden-Angebot

Der Guide trägt den Stand vom 15.08.2026. Kapitel 5 benennt ausdrücklich das Fehlen höchstrichterlicher Rechtsprechung zu Video-Behandlungsfehlern, statt falsche Sicherheit zu suggerieren. Deshalb empfiehlt der Guide selbst eine regelmäßige Wiederholung der eigenen Prüfung, insbesondere bei neuer Rechtsprechung zu diesem Thema.

Stand
15.08.2026
Fehlende Rechtsprechung wird offen benannt

Wird eine unzureichende Absicherung entdeckt, drohen meist zwei Wege gleichzeitig: eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung wegen unzulässiger Werbung sowie eine Haftung bei einem konkreten Behandlungsfehler, oft sichtbar erst bei einer Beschwerde oder einem Schadensfall. Der Guide zeigt, wie Sie Anbieterauswahl, Einzelfallprüfung und Werbeaussagen selbst überprüfen und nachziehen, um das Risiko zu verringern. Für einen konkreten Behandlungsfall oder eine bereits erhaltene Abmahnung ersetzt der Guide keine rechtliche Beratung im Einzelfall — hier vermittelt ExpertSeal über die Vermittler-Funktion zeitnah passende Ansprechpartner.

Bei Lücke
Zwei Risiken
Abmahnung und Haftungsrisiko möglich

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Video-Sprechstunde und Fernbehandlung: erlaubt, aber nur im Einzelfall

Zehn Kapitel als PDF, sofort zum Download nach dem Kauf: das Vier-Schritte-Vorgehen Erkennen, Einordnen, Sichern, Dokumentieren, mit Praxis-Boxen zu jedem Kapitel und einer Checkliste zum Ausdrucken. Kein Abo, keine Folgekosten. Der Kauf-Weg ist noch im Aufbau (Zahlungsanbindung folgt) — bis dahin melden Sie Ihr Interesse formlos per E-Mail an, wir melden uns mit den nächsten Schritten.